Folge 20 - Die Angst, weich zu werden

Shownotes

Willst du raus aus dem ständigen Funktionieren & Hustle-Modus und zurück ins Fühlen? Zurück in die echte Verbindung. Zurück zu dir.

Dann bist du hier genau richtig. In meinem Podcast WabiSabi – alles andere als perfekt spreche ich über die Verbindung zwischen Kopf, Körper und Nervensystem – und darüber, wie echte Veränderung entsteht, wenn wir aufhören, nur im Kopf zu arbeiten.

Hier geht’s um: 🧠 Nervensystem & Stressregulation 💫 Hormone, Ernährung, Zyklus & weibliche Balance 🤍 Selbstwert, Emotionen & alte Muster

Ich bin Leonie – systemischer Coach, spezialisiert auf ganzheitliche Veränderungsprozesse. Ich begleite Frauen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst und ihrem Körper zu kommen – für mehr Balance, Leichtigkeit, Energie und innere Ruhe.

👉 Lust, tiefer einzutauchen? – Folge mir auf Instagram für mehr Einblicke & Updates: @leonievoglmaier – Erfahre mehr über meinen Ansatz oder meinen 1:1 Coachings: www.leonievoglmaier.de

Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du sie abonnierst, bewertest oder teilst – vielleicht mit einer Freundin, die das gerade hören sollte.

So schön, dass du hier bist.

Raus aus dem Funktionieren. Rein ins Fühlen. 🤍

🧠 Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Stressforschung, Ernährungswissenschaft, Endokrinologie und Neurobiologie. Sie dienen der Information und Selbsterkenntnis und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Viele Frauen haben keine Angst davor, schwach zu sein.

00:00:05: Sondern sie haben Angst davor, weich zu werden.

00:00:07: Weil weich werden, bedeutet im ersten Schritt auch, nicht mehr alles im Griff zu haben.

00:00:14: Und genau darüber möchte ich gerne heute mit euch sprechen.

00:00:19: Denn Stärker haben so viele von uns gelernt.

00:00:23: Aber Weichheit, die fühlt sich erstmal für viele von uns eher wie ein Risikon.

00:00:32: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wabi Sabi.

00:00:36: Alles andere als perfekt.

00:00:38: Ich bin Leonie, ich bin systemische Coaching, ganzheitliche Ernährungsberaterin und Fachdeck.

00:00:44: im Bereich Hormoneller Balance und darm Gesundheit.

00:00:47: Hier in dem Podcast geht es um Ganzheitlichkeit in die Verbindung zwischen Kopfkörper und nerfendes Themen über die Dinge, die tief dahinter gelagert oft sind, worüber oft nicht gesprochen wird und vor allem darum raus aus dem Funktionsmodus und rein entspüren und fühlen wieder zu kommen.

00:01:06: Und wie schön, dass du wieder dabei bist.

00:01:09: Ich freue mich sehr.

00:01:11: Wir leben in einer Welt oder in einer Zeit besser gesagt, in der Stärke extrem gefeiert wird.

00:01:19: Selbstständig sein, unabhängig sein, belastbar sein, alles managen können, alles auf einmal.

00:01:26: und auch ganz viele Frauen, mit denen ich zusammenarbeiten darf, sind genau das.

00:01:31: Sehr stark, sehr kompetent, sehr verlässlich, sehr funktionierend, nach außen.

00:01:38: Und innerlich trotzdem oft angespannt, müde, wachsam, immer so quasi bisschen auf Zug.

00:01:47: Und vielleicht erkennst du dich hier auch wieder.

00:01:52: Du bist jemand, der gern alles im Überblick hat.

00:01:55: Du organisierst gerne, du bist die, die vorausdenken.

00:01:59: Du regelst die Dinge, du nimmst die Dinge in die Hand.

00:02:02: Schon oft, bevor sie überhaupt zu irgendeinem Problem werden.

00:02:05: nicht weil du per se kontrollierend bist, sondern weil es dir ein gutes Gefühl gibt, es gibt dir Sicherheit.

00:02:12: Weil Kontrolle sich gut anfühlt, stimmig anfühlt, ruhig anfühlt oder zumindest auf jeden Fall ruhiger als loslassen.

00:02:23: Und ich kenne diesen Modus selbst sehr gut, denn ich war ganz viele Jahre in einer Führungsposition und dort war genau das gefragt.

00:02:31: immer den Überblick behalten, für alle die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, nicht zögern.

00:02:38: Und ich war richtig gut darin, würde ich mal sagen.

00:02:41: Ich hatte alles im Griff.

00:02:43: Aber was kaum jemand wirklich sieht, dass dieser Modus nicht automatisch aufhört, nur weil du dann abends nach Hause gehst.

00:02:54: Denn Kontrolle ist kein Jobtitel, sondern es ist ein innerer Zustand.

00:03:00: Und das hat sich bei mir auch ziemlich gut in meiner Beziehung gezeigt und nicht offensichtlich, nicht im Sinne von ich kontrolliere dich, sondern viel subtiler, viel leiser.

00:03:13: Ich war die, die immer organisiert hat, die mitgedacht hat, voraus geplant hat, übernommen hat.

00:03:19: Natürlich aus Liebe, aus Verantwortung, aus dem Gefühl, ich halte damit alles zusammen.

00:03:26: Aber erst viel später habe ich dann irgendwann mal verstanden.

00:03:30: Wenn du eine Beziehung auf Augenhöhe willst, musst du dem anderen auch Raum lassen.

00:03:37: Raum selbst Verantwortung zu übernehmen, Raum selbst Dinge zu halten, Raum sich einzubringen, Eigeninitiative zu zeigen.

00:03:48: Aber das bedeutet auch, ein Stück Kontrolle loszulassen.

00:03:54: Und hier wird spannend, denn viele leistungsstärke Frauen haben genau davor Angst.

00:04:01: Natürlich nicht bewusst, aber innerlich.

00:04:05: Diese leise kleine Angst, wenn ich mich hier zurücknehme, dann zerfällt alles.

00:04:11: Dann funktioniert gar nichts mehr.

00:04:13: Wenn ich nicht halte, dann hält niemand.

00:04:16: Wenn ich weich werde, verliere ich die Kontrolle.

00:04:19: Und das fühlt sich natürlich erst mal spooky an, gefährlich.

00:04:24: Alles bricht zusammengefühlt.

00:04:27: Aber das Interessante an der Stelle ist, Oft passiert genau das Gegenteil.

00:04:34: Wenn du selbst dich nämlich ein Stück zurücknimmst, fängt an Raum zu entstehen.

00:04:41: Und plötzlich kann der andere überhaupt erst auftauchen.

00:04:44: Nicht weil du weniger in dem Sinne bist, sondern weil du weniger übernimmst, weniger trägst, weniger alles auf deinen eigenen Schultern lastet.

00:04:54: Und diese Dynamik zu beobachten, finde ich jedes Mal so... Bemerkenswert so spannend, weil es zeigt, wie sehr unsere innere Haltung direkten Einfluss auf zwischenmenschliche Dynamiken hat.

00:05:09: Und natürlich am Ende beginnt die Veränderung immer bei dir.

00:05:12: Und davon bin ich auch ganz fest überzeugt.

00:05:15: Aber das Ding ist, sie endet nie bei dir.

00:05:18: Dein Nervensystem, deine Haltung, deine Art Raum einzunehmen oder freizugeben.

00:05:23: All das wirkt.

00:05:26: Und nicht durch Worte, sondern durch Präsenz.

00:05:30: Weichwerden heißt also nicht schwach zu sein, Schwäche zu zeigen.

00:05:36: Weichwerden heißt nicht mehr permanent alles selbst halten und tragen zu müssen.

00:05:42: Nicht immer die zu sein, die führt, nicht immer die zu sein, die voraus denkt, nicht immer die, die alles sicherstellt, sondern auch mal zu erlauben, dass etwas auch ohne dein Eingreifen bestehen darf und auch funktioniert.

00:05:58: Und genau das ist für ganz viele das Allerschwierigste.

00:06:04: Denn ein Nervensystem, das Sicherheit über Kontrolle irgendwann mal gelernt hat, versteht natürlich so, als wie Weicherheit sich zurücknehmen, raumlassen, nicht alles in Kontrolle zu haben.

00:06:15: Erst mal Fack, Risiko.

00:06:18: Als Puh, Achtung, hier fehlt irgendwo Struktur, hier fehlt Halt, hier fehlt Kontrolle.

00:06:27: Deshalb meiden viele Frauen auch anfangs oft Nähe, ohne das natürlich zu merken, dass sie Nähe meiden.

00:06:35: Aber Nähe bedeutet eben, sich ein Stück fallen zu lassen.

00:06:40: Und für mich war es wirklich ein Lernprozess zu sehen, ich verliere nichts, wenn ich weicher werde.

00:06:48: Das einzige, was ich verliere, ist die Illusion, alles kontrollieren zu müssen.

00:06:53: Und das war ehrlich gesagt viel anstrengender, als ich mir eingestehen wollte.

00:06:58: Aber im Nachgang auch das Entlastendste überhaupt.

00:07:04: Vielleicht ist die Frage also nicht, warum halte ich so viel, sondern wofür schützt mich diese Stärke eigentlich?

00:07:14: Nicht, um sie wegmachen zu müssen, sondern um sie mal für dich besser einordnen zu können.

00:07:20: Denn Stärke war... malen sinnvoll, sehr sogar, aber vielleicht brauchst du sie heute nicht mehr in jeder Situation.

00:07:32: Und genau da setze ich auch in meiner Arbeit an, nicht daran Frauen weicher zu machen, die im Sinne, sondern sicherer.

00:07:41: Weil Weichheit am Ende kein Ziel ist, sondern Weichheit ist die Folge von echter innerer Sicherheit in dir drin, losgelöst vom Außen.

00:07:52: Und vielleicht hast du auch keine Angst davor, schwach zu sein.

00:07:54: Vielleicht hast du einfach Angst, sich fallen zu lassen.

00:07:57: Und vielleicht darfst du auch langsam lernen, du musst nicht alles halten, damit es hält.

00:08:04: Sondern du darfst auch Raum geben, loslassen.

00:08:11: Und damit vielen, vielen, vielen Dank, dass du wieder dabei warst.

00:08:16: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann... freue ich mich sehr über eine fünf Sterne Bewertung oder natürlich das, was ich für die Stimmung anfühle.

00:08:24: Ich freue mich auch, wenn du diesen Podcast abonnierst, damit du keine weitere Folge verpasst oder ihn auch gerne mit Freunden, Freunden teilst.

00:08:34: Wie immer, vielen Dank, dass du hier warst, dass du die Zeit genommen hast, vor allem für dich.

00:08:40: Und bis dahin, happy Sunday, bis nächste Woche.

00:08:45: Wir hören uns von Herz zu Herz, deine Leonie.

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