Folge 15 - Weibliche Wut: Wenn Nettsein dich müde macht
Shownotes
Willst du raus aus dem ständigen Funktionieren & Hustle-Modus und zurück ins Fühlen? Endlich bei dir selbst ankommen?
Dann bist du hier genau richtig. In meinem Podcast WabiSabi – alles andere als perfekt spreche ich über die Verbindung zwischen Kopf, Körper und Nervensystem – und darüber, wie echte Veränderung entsteht, wenn wir aufhören, nur im Kopf zu arbeiten.
Hier geht’s um: 🧠 Nervensystem & Stressregulation 💫 Hormone, Ernährung, Zyklus & weibliche Balance 🤍 Selbstwert, Emotionen & alte Muster
Ich bin Leonie – systemischer Coach, spezialisiert auf ganzheitliche Veränderungsprozesse. Ich begleite Frauen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst und ihrem Körper zu kommen – für mehr Balance, Leichtigkeit, Energie und innere Ruhe.
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So schön, dass du hier bist.
Raus aus dem Funktionieren. Rein ins Fühlen. 🤍
🧠 Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Stressforschung, Ernährungswissenschaft, Endokrinologie und Neurobiologie. Sie dienen der Information und Selbsterkenntnis und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr Lieben, heute geht's um weibliche Wut, warum du nicht so emotional bist, sondern zu angepasst.
00:00:07: Weil vielleicht kennst du diese Situation, dein Gegenüber, egal ob jetzt im Job oder privat, überschreitet eine Brenze.
00:00:17: Vielleicht ist es einfach nur ein Kommentar oder eine Entscheidung, die über deinen Kopf hinweg getroffen wird.
00:00:23: Oder vielleicht auch einfach ein Tonfall, der nicht feines, der nicht okay ist.
00:00:28: Und in dir passiert... Ganz kurz etwas.
00:00:31: So ein, ja, ein inneres Zusammenziehen oder vielleicht schlägt dein Herz ein bisschen schneller.
00:00:39: So ein kleiner Impuls von wegen, ich will was sagen, ich muss was sagen.
00:00:46: Aber dann schluckst du es doch einfach runter.
00:00:48: Du löchst vielleicht sogar und denkst, ach komm, passt schon, ist ja halb so wild.
00:00:55: Aber dein Körper weiß, doch man, ist es.
00:00:59: Und genau da beginnt das Thema Wut.
00:01:02: Nicht diese Art von Wut, die wir aus Film kennen, mit Türknallen, Drama, Geschrei, sondern diese leise, diese runtergeschluckte, diese kontrollierte Wut.
00:01:15: Die Wut, die wir wegorganisieren, wegatmen, weglächeln, einfach weg ignorieren.
00:01:22: Und die wir uns oft gar nicht wirklich erlauben zu fühlen, vor allem wie als Frauen.
00:01:28: Und heute sprechen wir eben genau darüber, warum weibliche Wut kein Zeichen von Unkontrolliertheit ist, sondern ein extrem smarter, kluger, innerer Kompass, den du nutzen kannst und solltest.
00:01:43: Denn es geht auch darum, was passiert, wenn wir diese Wut zu lange ignorieren.
00:01:50: Und damit herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von Wabi Sabi.
00:01:54: Alles andere als perfekt.
00:01:55: Ich bin Leonie, systemischer Coach, spezialisiert auf die Verbindung zwischen Kopf, Körper und Nervensystem.
00:02:02: Hier im Podcast geht es darum die Ganzheitlichkeit.
00:02:05: Es geht um die Zusammenhänge.
00:02:07: Denn Kopf und Körper hängen nicht ohne Grund zusammen.
00:02:10: Und hier geht es um Tiefe, um Echtheit.
00:02:14: Und auch darum diesen kleinen Moment.
00:02:17: indem du gerade reinhörst, einfach mal nur für dich zu nutzen, ohne etwas gerade tun zu müssen, ohne etwas optimieren zu müssen, ohne funktionieren zu müssen.
00:02:27: Und ich freue mich mega, dass du wieder dabei bist.
00:02:32: Selbst seit deiner Phase in meinem Leben, da war ich nach außen mega souverän, mega stark, mega organisiert.
00:02:43: Ich hatte alles... im Griff.
00:02:45: Ich hab funktioniert, ich hab performt, ich hab alles geregelt, nicht nur für mich, auch für die anderen, egal ob im Job oder privat, hab immer viel Verantwortung über Normen getragen, sehr engagiert gewesen.
00:02:57: Mir alles aufgelastet und aufgeschultert, um andere zu unterstützen, für mein Team da zu sein.
00:03:06: Mir mehr und mehr Themen aufgebunden, da noch ja gesagt, da noch abgenickt.
00:03:12: Aber innerlich war ich ... die ganze Zeit auf Anspannung.
00:03:17: Ich war oft gereizt, aber nicht nach außen.
00:03:20: Ich hab das natürlich mir nicht anmerken lassen, immer professionell gewesen, natürlich auch gerade im Job-Kontext.
00:03:27: Ähm ... Sondern diese gereizt Zeit ging eigentlich gegen mich selbst.
00:03:34: Und zwar innerlich, Kopfschmerzen, innere Unruhe.
00:03:37: Und auch immer wieder dieses Gefühl, wenn ich dann eigentlich mal Zeit hatte, ich kann nicht ... richtig runterfahren.
00:03:45: Und ich dachte lange, ich bin einfach zu sensibel oder vielleicht bin ich auch zu gestresst, vielleicht bin ich nicht stark genug.
00:03:53: Bis ich jemanden verstanden habe, ich war nicht gestresst, weil ich zu sensibel war.
00:03:58: Ich war gestresst, weil ich ständig Dinge geschluckt habe, die eigentlich ein ganz klares Nein waren.
00:04:06: Ich habe Konflikte vermieden, um Harmonie zu halten, Grenzen.
00:04:11: sagen wir mal, entweder gar nicht formuliert oder sehr weich, sodass man es vielleicht auch gar nicht als Grenze verstehen konnte.
00:04:21: Ich habe mich sehr angepasst, mich immer zusammengerissen.
00:04:24: Daher war es natürlich nach außen hin, alles entspannt, alles easy.
00:04:28: Ich schaff das schon, weil ich alles mit mir und auf meinen Schultern alleine getragen habe.
00:04:35: Nach innen war also Daueranspannung angesagt.
00:04:41: Da kommt mir auch gerade vor kurzem, hat mir eine Freundin nach einer sehr schwierigen belastenden Beziehung, kann man sagen, gesagt, ich habe irgendwie das Gefühl, ich bin in den letzten zwei Jahren fünf Jahre gealtert.
00:04:55: Und ich wusste sofort, was sie meint.
00:04:59: Nicht in diesem Sinne von Falten, sondern dieses Altern im ganzen System, diese Müdigkeit, diese Erschöpfung, diese Schwere.
00:05:10: Wenn du über so lange Zeit schluckst, dich anpasst, dich klein machst, ständig irgendwie Spannung hältst und nicht aussprichst, was da eigentlich unbedingt raus will, dann arbeitet dein Körper dauerhaft gegen Stress.
00:05:27: Und auch wenn einem das oft gar nicht bewusst ist, aber dein System ist kontinuierlich.
00:05:33: Und die Edge.
00:05:35: Und das kostet natürlich wahnsinnig viel Energie, das kostet Regeneration, das kostet Lebendigkeit.
00:05:41: Und irgendwann fühlt sich das auch genau deswegen so an, dass man galtet ist.
00:05:48: Ich bin nicht mehr ganz ich, nicht mehr so leicht, nicht mehr so wach, nicht mehr so verbunden.
00:05:53: Und das ist auch keine Einbildung, sondern das ist ein System, das zu lange auf Hochspannung gelaufen ist, auf Dauerstress.
00:06:02: Aber somit mal ganz ehrlich, Wut hat echt ein ziemlich schlechtes Image, weil viele verbinden mit Wut direkt Kontrollverlust, Aggression, Eskalation.
00:06:13: Aber biologisch gesehen ist Wut erstmal etwas ganz anderes.
00:06:20: Wut ist nämlich eine Schutzenergie, kann man sagen.
00:06:24: Und die entsteht immer genau dann, wenn eine Grenze überschritten wird, wenn etwas nicht stimmig ist, wenn ein inneres System, die eigentlich ganz klar sagen möchte, hey, halt, stopp bis hierhin und nicht weiter.
00:06:35: Und damit mobilisiert Wut Kraft, sie macht dich klar, sie redet dich auf.
00:06:40: Das Problem ist also nicht die Wut an sich.
00:06:42: Das Problem ist, dass viele von uns nie gelernt haben, einen gesunden Umgang damit zu finden und das auch gesund zu nutzen.
00:06:50: Und gerade wir Frauen haben natürlich früh gelernt, sei nett, sei verständnisvoll, sei nicht zu emotional, macht keinen Drama, sei angepasst.
00:07:00: Und dann passiert hier etwas ganz Spannendes, denn damit verschwindet die Wut nicht einfach, sondern sie geht einfach mehr und mehr nach innen.
00:07:09: Sie wird zu Selbstkritik, zu inneren Härte, zu Erschöpfung, zu Spannung im Körper und mehr und mehr zu stiller Resignation.
00:07:20: Du bist dann also nicht zu sensibel, sondern du bist innerlich dauerhaft im Konflikt mit dir selbst.
00:07:29: Und vielleicht merkst du gerade beim Zuhören, ja, ich kenne dieses Zusammenreißen, dieses Nicht-zu-Viel-Sein, dieses Funktionieren, ob innerlich eigentlich alles raus will oder irgendwas raus will.
00:07:40: Und genau dann ist vielleicht diese Folge, dein Reminder, du musst an der Stelle nicht härter werden, sondern darfst wieder anfangen, ehrlich herzuwerden, mit dir selbst.
00:07:51: Denn der Schiff ist nicht, ich muss meine Wut kontrollieren.
00:07:55: Im Gegenteil, jede Emotion, und selbst die Emotion, die wir manchmal so ein bisschen als negativ einordnen, eben wie Wut oder Trauer oder ähnliches, am Ende ist keine Emotion negativ.
00:08:07: Jede Emotion hat was Positives und auch die Wut, denn die zeigt uns den Drang nach Veränderungen.
00:08:13: Da gibt es übrigens ein ganz tolles Buch, was ich an der Stelle empfehlen kann.
00:08:18: Ah, wie hieß es noch?
00:08:19: Ah doch, von Doktor Leon Winscheidt, besser fühlen.
00:08:22: Genau, da geht es so ein bisschen um die einzelne Emotion.
00:08:24: Ich fand es super spannend, weil ja, jede Emotion, wie gesagt, ja eigentlich einen ganz klaren Hinweis gibt.
00:08:34: Und der Schiff ist also, ich darf diese Wut wahrnehmen, bevor sie sich... ging mich richtet.
00:08:42: Wut zeigt dir, wo deine Grenze, wo du deine Grenze brauchst, wo du dich übergehst, wo du zu lange still warst und wo du dich vielleicht auch zu oft angepasst hast, obwohl etwas in dir eigentlich ganz laut schon reinschreit.
00:08:57: Und wenn du Wut nicht fühlst, fängst du an, irgendwann auch deine eigene Orientierung zu verlieren.
00:09:04: Und wenn du sie aber fühlst, bekommst du mehr und mehr Klarheit.
00:09:10: Nicht um zu kämpfen, sondern um wieder bei dir selbst zu landen.
00:09:17: Und ich möchte dir in diesem Zusammenhang heute drei kleine Perspektiven mitgeben, die du im Alltag mal ausprobieren kannst.
00:09:26: Erstens, wenn du merkst, dass du dich innerlich, ja, wie sagt man, wenn sich da innerlich was zusammenzieht oder irgendwas tut, eben wenn irgendwas mit dem Gegenüber dir... schlecht aufgestoßen ist, dann nimm das ernst.
00:09:43: Das ist auf der erste Hinweis auf Wut.
00:09:48: Zweitens fragt dich nicht sofort, was stimmt nicht mit mir, sondern frag dich lieber mal, was war gerade nicht stimmig für mich.
00:09:55: Und drittens fang an, dir ein Mini-Step, einen Mini-Ausdruck sozusagen zu erlauben.
00:10:05: Das heißt nicht explodieren zu müssen, aber klarer zu werden, Einsatz mehr, eine Grenze früher, ein Nein, das nicht entschuldigt wird.
00:10:15: Das sind kleine Bewegungen, kleine Ministeps, aber die verändern dein inneres, dein inneres Klima enorm.
00:10:26: Und all in all an der Stelle nochmal zusammengefasst.
00:10:29: Weibliche Wut ist kein Marke.
00:10:31: Weibliche Wut ist ein Signal von Lebendigkeit, von Selbstachtung, von innerer Wahrheit.
00:10:37: Und zeig dir, du möchtest, was verändern.
00:10:40: Jede Emotion, wie gesagt, hat echt was Positives und gibt uns ganz klare Hinweise.
00:10:46: Nur wir müssen auch hinhören.
00:10:48: Denn wenn du sie ständig deckelst, ständig wegnorierst, dann zahlst du irgendwann mit ganz viel Energie, mit Gesundheit, mit Verbindung zu dir selbst.
00:10:58: Also lass es raus.
00:11:00: Und wenn du beim Zuhören gemerkt hast, okay, da geht es mehr, um einfach nur ein bisschen.
00:11:06: Ärger, sondern da geht es wirklich um alte Muster, es geht um Anpassung, es geht um Selbstsucht, es geht um Grenzen, dann weißt du auch, dass es nichts, was man mit einfach einem schnellen Mindshift am Ende des Tages löst, sondern da geht es wirklich um in der Arbeit, samt klar, aber Schritt für Schritt.
00:11:25: Und genau dabei begleite ich Frauen, nicht um sie lauter zu machen, sondern verbundener, klarer, freier.
00:11:32: Da melde ich gerne jederzeit.
00:11:35: Und ansonsten erstmal vielen Dank, dass du heute wieder hier warst.
00:11:40: Danke, dass du wieder eingeschalten hast bei einer weiteren Folge von Wabi Sabi.
00:11:45: Alles andere als perfekt.
00:11:46: Ich hoffe, du genießt jetzt noch deinen Sonntag.
00:11:49: Wenn dir die Folge gefallen hat, teil sie mir immer gerne, abonnier sie.
00:11:53: Lass mir gerne eine fünf Sterne Bewertung da oder was sich gut für dich anfühlt.
00:11:59: Und dann freue ich mich schon sehr.
00:12:01: auf die nächste Woche mit dir.
00:12:03: Bis dahin, happy, happy Sunday Erwieben von Herz zu Herz, deine Leonie.
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