Folge 14 - Neues Jahr. Kein Plan, was du willst – und warum genau das Sinn macht

Shownotes

✨ Willst du raus aus dem ständigen Funktionieren & Hustle-Modus und zurück ins Fühlen? Endlich bei dir selbst ankommen?

Dann bist du hier genau richtig. In meinem Podcast WabiSabi – alles andere als perfekt spreche ich über die Verbindung zwischen Kopf, Körper und Nervensystem – und darüber, wie echte Veränderung entsteht, wenn wir aufhören, nur im Kopf zu arbeiten.

Hier geht’s um: 🧠 Nervensystem & Stressregulation 💫 Hormone, Ernährung, Zyklus & weibliche Balance 🤍 Selbstwert, Emotionen & alte Muster

Ich bin Leonie – systemischer Coach, spezialisiert auf ganzheitliche Veränderungsprozesse. Ich begleite Frauen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst und ihrem Körper zu kommen – für mehr Balance, Leichtigkeit, Energie und innere Ruhe.

👉 Lust, tiefer einzutauchen? – Folge mir auf Instagram für mehr Einblicke & Updates: @leonievoglmaier – Erfahre mehr über meinen Ansatz oder meinen 1:1 Coachings: www.leonievoglmaier.de

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So schön, dass du hier bist.

Raus aus dem Funktionieren. Rein ins Fühlen. 🤍

🧠 Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Stressforschung, Ernährungswissenschaft, Endokrinologie und Neurobiologie. Sie dienen der Information und Selbsterkenntnis und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo ihr Lieben und Happy New Year!

00:00:02: Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht, gesleitet, wie auch immer.

00:00:09: Und genauso wie in der letzten Folge, wo es so ein bisschen um die Zwischenzeit ging, die ja auch manchmal sich ein bisschen komisch und ungewohnt anfühlt, ist ja auch oft der Übergang bzw.

00:00:22: gerade der Anfang des neuen Jahres eine Zeit, in der man viel hinterfragt, vielleicht auch emotional wird, sich Gedanken macht über Vergangenheit, über den aktuellen Stand, über die Zukunft.

00:00:37: Wo will ich eigentlich hin?

00:00:38: Was hält das Leben noch für mich bereit?

00:00:40: Und Hand aufs Herz, wenn ich dich jetzt frage, was du willst, wirklich willst, hättest du dann eine klare Antwort?

00:00:53: Oder kommt eher so ein Inneres, ich weiß nur, dass es so, wie es jetzt ist, irgendwie nicht mehr richtig ist, sich nicht mehr stimmig anfühlt.

00:01:03: Aber wohin stattdessen gehen soll, keine Ahnung, kein Plan.

00:01:10: Und vielleicht fühlst du genau das, du hast Ziel erreicht oder zumindest viele Schritte gemacht, du funktionierst, du machst weiter.

00:01:16: Und trotzdem ist da dieses leise Ziehen in der Magenregion.

00:01:22: Und diese Gedanken, da muss doch noch mehr sein.

00:01:24: Irgendwas anderes, etwas Echteres, irgendwas, was sich stimmiger anfühlt für mich.

00:01:30: Das kann doch nicht alles gewesen sein.

00:01:35: Und gleichzeitig macht aber genau das auch Angst, weil wir gelernt haben, nicht zu wissen, was man will, ist auch irgendwie... komisch, auch irgendwie uncool, planlos zu sein, unentschlossen, fast schon schwach unambitioniert.

00:01:50: Was denken wohl die anderen von mir?

00:01:53: Und heute möchte ich eben genau darüber mit euch sprechen, über genau diesen Zustand, nicht um ihn wegzumachen, sondern um ihn neu zu verstehen.

00:02:03: Denn vielleicht ist eben genau dieses Nichtwissen eigentlich gar kein Problem, sondern ein super spannender Übergang.

00:02:14: der ziemlich wertvoll für dich sein kann.

00:02:18: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wabi Sabi.

00:02:23: Alles andere als perfekt.

00:02:25: Ich bin Leonie, ich bin systemischer Coach, spezialisiert auf die Verbindung zwischen Kopfkörper und Nervensystem.

00:02:32: Hier in meinem Podcast geht es um Ganzheitlichkeit, es geht um Tiefe, es geht um viel innere Arbeit.

00:02:39: Es geht um den ganzen Zusammenhang von Kopfkörper- und Nervensystem.

00:02:43: Darum wieder raus aus dem ständigen Hasseln und Funktionieren zu kommen und rein ins Fühlen, ins Spüren zurück zu dir in die echte Verbindung.

00:02:52: Und ich freue mich wie immer sehr, dass du dabei bist.

00:02:55: Zu der ersten Folge in ... ging wieder so schnell.

00:03:01: Aber ja, ich kenne diesen Zustand auch ziemlich gut.

00:03:05: Diese Phase, in der man ... Irgendwie nicht mehr dahin will, wo man herkommt.

00:03:09: Irgendwie merkt, das bin sogar nicht mehr ich, aber auch noch kein klares Bild davon hat, wo soll die Reise eigentlich hingehen.

00:03:17: Und ich weiß daher ganz gut, wie unangenehm sich das anfühlt und angefühlt hat und wie schnell ich wieder versucht habe.

00:03:25: Diese Lehre, dieses komische Gefühl, was ich auch einfach nicht kannte und sich ungewohnt angefühlt hat, zu füllen.

00:03:34: Mit eben neuen Plänen, neuen Zielen, neuen Ideen.

00:03:37: Und nicht unbedingt, weil die sich alle richtig angefühlt haben, sondern weil mir diese Pläne und Ziele halt gegeben haben.

00:03:45: Weil ich wusste, was auf mich zukommt.

00:03:46: Ich kannte die Next Steps und damit habe ich auch die Kontrolle behalten, dass statt am Ende irgendwie Risiko einzugehen, noch von irgendwas überrascht zu werden, womit ich nicht gerechnet habe.

00:03:58: Denn wenn wir ganz ehrlich sind, Ziele oder ein Ziel gibt uns Struktur und auch ein Plan gibt uns Sicherheit, auch wenn er eigentlich vielleicht gar nicht mehr zu uns passt.

00:04:08: Aber trotzdem haben wir damit immer was, woran wir uns orientieren können, entlang hangen können.

00:04:15: Und erst viel später habe ich auch für mich verstanden, dass ich in dem Moment gar nicht orientierungslos war.

00:04:21: Ich war nicht planlos, sondern ich war zwischen Zwei Identitäten kann man sagen.

00:04:27: Dem alten Ich, was sich einfach für mich nicht mehr richtig angefühlt hat.

00:04:32: Und dem neuen, was sich aber auch total unsicher, beängstigend angefühlt hat.

00:04:37: Auch wenn da trotzdem irgendwie so dieses kleine Gefühl von Neugierde dahinter war.

00:04:44: Und was hier Hintergrund ist, ist, dass unser Gehirn ... einfach Klarheit liebt.

00:04:52: Unser Gehirn liebt Sicherheit.

00:04:54: Unser Gehirn liebt bekannte Wege, bekannte Rollen, bekannte Labels.

00:04:58: Und deswegen lieben wir es auch, immer wieder die Dinge genauso zu machen wie immer.

00:05:05: Auch wenn es vielleicht eben manchmal gar nicht mehr sich richtig so anfühlt.

00:05:11: Oder wir auch manchmal Dinge machen, von denen wir eigentlich wissen, was der bessere Weg wäre, wir es aber trotzdem tun, obwohl es uns gar nicht gut tut.

00:05:21: Genauso verkörpern wir auch gerne immer wieder die Stempel, die wir kennen, die wir uns selbst mal gegeben haben oder die uns früher gegeben wurden, denn die kennen wir und das fühlt sich gewohnt an, das gibt uns Klarheit, das gibt uns Sicherheit und das ist sozusagen unsere Komfortzone, in der es sich wohlig warm und safe anfühlt.

00:05:41: Ebenstempel wie auch ich bin die, die halt immer stark ist, die diszipliniert ist, die super ehrgeizig ist, auf die sich jeder verlassen kann, die die Dinge immer in die Hand nimmt, macht, tut, organisiert.

00:05:53: Und solange du in der Hinsicht weißt, wer du bist und was demnach auch dein nächster Schritt ist, fühlt sich für dich alles kontrollierbar an und damit eben auch sicher.

00:06:03: Aber wenn genau dieses Bild von dir anfängt zu bröckeln, wenn du mehr Angst, das bin ich aber eigentlich irgendwie gar nicht mehr.

00:06:12: Wie bin ich da so reingerutscht, reingeraten?

00:06:15: Warum nehme ich diese Rolle die ganze Zeit an?

00:06:18: Obwohl sich, ja, obwohl da vielleicht noch irgendwas anderes drin ist in mir, dann fängt plötzlich an, unruhig zu werden.

00:06:27: Weil die Frage natürlich dann im gleichen Zuge auch kommt, okay, was und wer bin ich aber denn dann?

00:06:34: Und das bedeutet nicht, dass du jetzt plötzlich lost bist, verloren bist, sondern diese innere Unruhe entsteht, weil damit dein System Sicherheit verliert.

00:06:44: Und auch ganz viele Frauen, die ich begleiten darf, die denken oft, sie müssten doch eigentlich wissen, was sie wollen, weil sie sind doch immer stark, die haben immer einen Plan, die haben alles im Griff.

00:06:54: Aber genau da liegt der Denkfehler.

00:06:57: Weil du versuchst, eine neue Richtung mit quasi einem alten Kompass zu finden, mit dem Kopf.

00:07:02: Mit einer alten Logik, mit Erwartungen.

00:07:05: Aber das, was sich da gerade verändert, ist eben nicht dein Ziel, sondern dein innerer Maßstab.

00:07:14: Und es ist auch oft daher gar kein Zufall, dass viele von uns genau in der Lebensphase um die Ende zwanzig Anfang, dreißig oder auch Ende dreißig Anfang, vierzig, genau in dieser Phase landen, weil bisher ... Gab es oft immer einen ziemlich klaren Weg, einen ziemlich klaren Plan, Schule, Ausbildung, Studio, Master, Job, im Job, der nächste Karriere Schritt.

00:07:39: Doch plötzlich steht irgendwann da keine offensichtlich nächste Stufe mehr.

00:07:45: Kein gesellschaftlich Vorgegebennis danach.

00:07:49: Und statt Erleichterung kommt aber dann plötzlich Unsicherheit, Fragezeichen, Unbehagen, Nervosität.

00:07:55: weil wir oft nie gelernt haben, uns selbst als Orientierung zu nutzen, sondern immer äußere Strukturen dazu verwendet haben.

00:08:03: Das, was uns vorgegeben wird, das, was von uns erwartet wird.

00:08:07: Und klar, wenn die dann wegfallen, fühlt sich Freiheit eben erst mal nicht frei an, sondern komisch, beängstigend, leer.

00:08:17: Und vielleicht ist das, was du gerade erlebst, daher auch kein Mangel an.

00:08:22: Klarheit.

00:08:24: sondern vielmehr ein Zeichen, das da etwas in dir passiert, ein Zeichen von innerem Wachstum.

00:08:31: Weil am Ende bist du nicht planlos, du bist nicht los, du bist zwischen zwei Versionen von dir, dazwischen von alt und neu.

00:08:41: Weil das alte funktioniert wohl nicht mehr für dich, du wächst raus, das neue ist aber noch nicht greifbar.

00:08:49: Das fühlt sich natürlich unbequem an, weil alles was nicht greifbar ist, was wir irgendwie ja nicht vor Augen haben, nicht kontrollieren können, das fühlt sich oft unsichern, unbequem, aber eben auch ehrlich.

00:09:03: Und dieses gerade nicht wissen heißt demnach nicht du hast.

00:09:07: Versagt oder hast keinen Plan, keine Ambition, zu wenig Ärgerheit, sondern nicht Wissen heißt oft, du hörst zum ersten Mal wirklich hin.

00:09:18: Und das ist ein Riesenschritt zurück zu dir selbst.

00:09:23: Und ich geb dir heute keine Liste mit Finde Dein Warum mit fünf Schritten, das wird's dir nicht geben, sondern stattdessen drei kleine Perspektivschifts für dich.

00:09:33: Erstens.

00:09:35: Hör auf, dich ständig zu fragen, was du willst.

00:09:38: und fangen an zu beobachten, was dich lebendig macht.

00:09:41: Das habe ich auch ganz oft bei Klienten, die direkt diese Fragen beantworten wollen.

00:09:45: Die kann man in dem Moment noch gar nicht beantworten, weil du bist ja noch in diesem Zwischen drin.

00:09:50: Sondern fangen eher erneugierig zu werden, eine kleine Exploration sozusagen zu machen.

00:09:55: Nicht im großen Lebenssinn, sondern im Kleinen.

00:09:59: Wann bist du präsent?

00:10:00: Wann bist du im Hier und Jetzt?

00:10:01: Man vergisst du die Zeit.

00:10:02: Man fühlt sich ruhig.

00:10:04: Man fühlt sich wach.

00:10:05: Was gibt dir Energie?

00:10:08: Und... Zweitens erlaubt ihr auch mal diese Übergänge ohne ein bestimmtes Label, ohne einen bestimmten Stempel drauf.

00:10:18: Du musst gerade nicht wissen, wer du bist.

00:10:22: Es reicht zu wissen, wer du nicht mehr bist.

00:10:24: Und das ist schon ein riesen großer Step in die richtige Richtung.

00:10:30: Und das Dritte verwechselt Klarheit nicht mit Sicherheit.

00:10:35: Manchmal entsteht Sicherheit nicht durch Antworten, sondern dadurch, dass du wieder anfängst und lernst, sie selbst zu vertrauen.

00:10:45: Auch wenn du eben diese Antworten noch nicht gerade hast.

00:10:51: Und auch mal abschließend, wenn du gerade nicht weißt, was du willst und manchmal auch denkst, oh mein Gott, wer bin ich eigentlich, dann ist das kein Zeichen von Stillstand und schon gar nicht ein Zeichen von Rückschritt, sondern vielleicht echt das allererste Mal, dass du dich nicht mehr an Erwartung an der Orientierst, sondern an dir selbst.

00:11:07: Und es braucht natürlich Zeit und es braucht vor allem Raum, denn da geht es eben nicht mehr um nur ein Ziel, um den nächsten Steps, sondern da geht es um Identität, es geht um Selbstvertrauen, es geht um Verbindung und nicht um höher, schneller, besser, weiter, sondern um echter.

00:11:27: Und damit vielen, vielen Dank, dass du wieder dabei warst.

00:11:30: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, wenn dir die Folge gefallen hat.

00:11:35: Teile sie gerne, kommentiere sie gerne, lasst mir gerne eine Bewertung da.

00:11:39: Fünf Sterne, aber auch alles andere, was sich für dich Stimmig anfühlt.

00:11:43: Ich freue mich so sehr, dass wir wieder ins neue Jahr jetzt zusammen gestartet sind, zwanzig, sechsundzwanzig.

00:11:51: Und freue mich auf das nächste Mal mit dir und bis dahin von Herz zu Herz, deine Leonie.

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