Folge 12 - Du isst, obwohl du keinen Hunger hast - was emotionales Essen wirklich bedeutet

Shownotes

✨ Willst du raus aus dem ständigen Funktionieren & Hustle-Modus und zurück ins Fühlen? Endlich bei dir selbst ankommen?

Dann bist du hier genau richtig. In meinem Podcast WabiSabi – alles andere als perfekt spreche ich über die Verbindung zwischen Kopf, Körper und Nervensystem – und darüber, wie echte Veränderung entsteht, wenn wir aufhören, nur im Kopf zu arbeiten.

Hier geht’s um: 🧠 Nervensystem & Stressregulation 💫 Hormone, Ernährung, Zyklus & weibliche Balance 🤍 Selbstwert, Emotionen & alte Muster

Ich bin Leonie – systemischer Coach, spezialisiert auf ganzheitliche Veränderungsprozesse. Ich begleite Frauen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst und ihrem Körper zu kommen – für mehr Balance, Leichtigkeit, Energie und innere Ruhe.

👉 Lust, tiefer einzutauchen? – Folge mir auf Instagram für mehr Einblicke & Updates: @leonievoglmaier – Erfahre mehr über meinen Ansatz oder meinen 1:1 Coachings: www.leonievoglmaier.de

Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du sie abonnierst, bewertest oder teilst – vielleicht mit einer Freundin, die das gerade hören sollte.

So schön, dass du hier bist.

Raus aus dem Funktionieren. Rein ins Fühlen. 🤍

🧠 Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Stressforschung, Ernährungswissenschaft, Endokrinologie und Neurobiologie. Sie dienen der Information und Selbsterkenntnis und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Wabi Sabi.

00:00:07: Alles andere als perfekt.

00:00:09: Bevor wir starten, ein kurzer Hinweis an der Stelle.

00:00:13: In dieser Folge sprechen wir über emotionales Essen, Essanfälle, Charme, also alles rund ums Essen- und Körperwahrnehmung.

00:00:23: Und mir ist ganz wichtig, wenn du merkst, dass dich dieses Thema stark triggert, dann hör Bitte die Folge entweder gar nicht an oder bitte ganz achtsam oder pausiert zwischendurch.

00:00:35: Die Folge ersetzt keine Therapie, sondern soll dir vor allem Verständnis, Einordnung und Entlastung geben.

00:00:44: Und genau aus dieser Haltung heraus sprechen wir auch heute darüber.

00:00:49: Und genau, das war mir einfach ganz wichtig, das am Anfang zu sagen, bevor wir jetzt reinstarten.

00:00:57: Und lass uns an der Stelle auch mal ganz ehrlich miteinander sein.

00:01:01: und nicht Instagram ehrlich, wo alle nur perfekt essen und genau das richtige essen, sondern wirklich die echte.

00:01:12: Und es gibt sicherlich diese Momente, da hast du eigentlich gar kein Hunger.

00:01:17: Dein Bauch ist eigentlich voll und trotzdem... Stehst in der Küche, hast die Hand in irgendeiner Snacktüte und du ist an der Stelle nicht, weil dein Körper es braucht, sondern weil etwas in dir es gerade braucht.

00:01:34: Und meistens, wenn man ganz ehrlich sind, bleibt es auch nicht bei einfach nur ein Stück Schokolade zum Genuss, sondern am Ende ist das die ganze Packung oder vielleicht dann auch Chips hinterher und dann wieder süß und salzig im Wechsel.

00:01:48: Und noch bevor du überhaupt irgendwie richtig geschmeckt hast oder aufgegessen hast, kommt schon diese zweite Stimme in deinem Kopf, die dir sagt, Mann, warum mache ich das schon wieder?

00:02:02: Wieso habe ich es nicht im Griff?

00:02:06: Und vielleicht kennst du das auch, du ist viel schneller, du fängst an zu schlingen, du ist vielleicht sogar auch heimlich, dass es niemand anderes mitbekommt, was und wie viel du gerade ist, weil du selber in dem Moment weißt, eigentlich fühlt sich das Ganze hier gerade nicht richtig an.

00:02:24: Du schämst dich vielleicht sogar dafür oder vielleicht passiert das auch oft erst abends, wenn endlich alles ruhig ist, du runterkommst, keiner mehr was von dir will.

00:02:33: Und genau darüber sprechen wir eben heute.

00:02:35: Nicht darüber, was du isst, sondern warum.

00:02:39: Es geht also nicht um Disziplin oder um Kontrolle, sondern über das, was Essen in diesen Momenten wirklich für uns ist.

00:02:49: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Wabi Sabi.

00:02:54: Alles andere als perfekt.

00:02:55: Ich bin Leonie, ich bin systemischer Coach, ganzheitliche Ernährungsberaterin und Fachexperte im Bereich hormoneller Balance und Darmgesundheit.

00:03:04: Und hier in diesem Podcast geht es um Ganzheitlichkeit, es geht um Kopfkörper und Nervensystem.

00:03:09: Und vor allem um Tiefe, um die ganzen Zusammenhänge dahinter.

00:03:13: Und um die Verbindung zu uns selbst, raus aus dem Stenning funktionieren, dem Stenning inneren Druck.

00:03:19: sondern rein ins Föhn entspüren und ins echte Leben.

00:03:22: und so schön, dass du wieder hier bist.

00:03:26: Und ich erzählte all das nicht nur aus der Theorie, sondern ich war genau da und das sogar viele Jahre.

00:03:37: Und ich habe früher auch nicht nur emotional gegessen, sondern ich hatte richtige Essanfälle.

00:03:43: Ganz viel auf einmal.

00:03:44: Man kann schon fast echt sagen gefressen.

00:03:48: Und ich habe mich natürlich total geschämt dafür.

00:03:50: Ich habe genau dann auch gegessen, wenn niemand zugeschaut hat.

00:03:55: Heimlich.

00:03:56: Egal ob früher noch bei meinen Eltern, als ich zu Hause gewohnt habe, auf meinem Zimmer.

00:04:01: Selbst auch noch vor ein paar Jahren in meiner Partnerschaft, wenn ich alleine in der Küche war und mein Partner im Wohnzimmer, habe ich... leise heimlich, alles, was mir in die Hände reinkommt, reingeschaufelt sozusagen.

00:04:17: Und in dem Moment hat sie es natürlich schon gar nicht nach Genuss angefühlt.

00:04:21: Es war nicht, weil ich dachte, da habe ich jetzt total Lust drauf, sondern es war einfach nur Hauptsache essen, Hauptsache ganz viel, egal was.

00:04:30: Und manchmal war es nicht mal etwas richtig Geiles, was ich richtig lecker gefunden hätte.

00:04:35: Und es war einfach schnell, es war nebenbei und... Ich habe mich geschämt, ich habe mich danach nicht entspannt und gut gefühlt, sondern noch unwohler, noch frustrierter.

00:04:47: Und das hat mich natürlich auch immer wieder in diese Spirale geführt, dass man gerade aus Frust danach erst recht wieder zum Essen greift, also dieser ständige Teufelskreis.

00:05:00: Und nicht eben wegen dem Essen an sich, sondern vor allem wegen den Gedanken danach, dieses Gefühl, Mann, warum kriege ich das nicht hin?

00:05:08: Warum schaffe ich das nicht?

00:05:10: So schaffe ich es ja nie, mich wohl zu fühlen, abzunehmen.

00:05:14: Wer hat nie tragen können, was ich will?

00:05:16: Und genau da beginnt nämlich das eigentliche Thema.

00:05:20: Nicht beim Essen, sondern bei dem, was davor und danach passiert.

00:05:26: Und das Krasse ist, es passiert alles.

00:05:29: meist in Stille für dich, ohne dass jemand irgendwas davon mitbekommt.

00:05:34: Und ich hatte selbst mit meinen besten Freundinnen nie darüber gesprochen sollen.

00:05:39: Erst als ich wirklich vor ein paar Jahren den Weg daraus gefunden habe, habe ich angefangen darüber offen zu reden.

00:05:45: Aber bis dahin hat es eigentlich kaum jemand mitbekommen.

00:05:50: Und der entscheide Perspektivwechsel an der Stelle ist eben nicht, ich muss das Essen in den Griff bekommen, sondern... Ich darf verstehen, warum mein Körper gerade nach etwas greift.

00:06:02: Denn dieses emotionale Essen ist kein Kontrollverlust, sondern es ist ein Regulationsversuch deines Systems.

00:06:12: Denn an der Stelle versucht ein System, irgendetwas auszugleichen, ob Spannung, ob Lehre, ob Überforderung, ob Einsamkeit oder einfach diese ständige, zu viel im Alltag.

00:06:26: Daher sucht dein System in dem Moment einfach nach Beruhigung, Erdung, einfach mal chillen, einmal ein Moment von hey, okay, ich bin safe.

00:06:37: Und Essen ist dann natürlich eine super Lösung, wenn man es so sieht, weil es wirkt schnell, es beruhigt, es ärdert, es lenkt dich ab, es gibt dir für einen Moment etwas, dass sich nach Auszeit anfühlt, nach Pause.

00:06:50: Es ist immer zuverlässig, immer ohne Diskussion, egal ob du eben gerade überfordert, gestresst bist, dich einsam fühlst oder einfach Ablenkung brauchst.

00:07:02: Und ganz wichtig an der Stelle, du tust es eben nicht, weil du zu schwach bist oder zu undeszipliniert, sondern weil dein Körper gelernt hat, das hilft mir hier gerade zu überleben.

00:07:14: Das Problem ist also nicht, dass dein Körper das macht.

00:07:17: sondern das Problem ist, dass du gelernt hast, dich dafür zu verurteilen.

00:07:22: Und ich glaube, wir kennen es alle.

00:07:23: Je mehr Schuld und Scham dazukommt und je schlechter wir uns deswegen auch fühlen, desto stärker wird dieser Kreislauf überhaupt.

00:07:31: Und an der Stelle vielleicht ganz kurz, um das noch besser einzuordnen, wieso das so ist, ohne jetzt tief in Biologie eintauchen zu müssen.

00:07:41: Aber ganz... Knapp runtergebrochen, Essen aktiviert Dopamin, also unser Belohnungssystem.

00:07:48: Und Dopamin wiederum, bzw.

00:07:52: unser Belohnungssystem, senkt natürlich Stress.

00:07:55: Es bringt in dem Moment unseren Körper runter.

00:07:59: Und wenn unser Stressvormonkortisol hoch ist, also durch eben diesen inneren Druck, dieser ständigen Anspannung, Überforderung, und dann drückt die Emotion, such dein System nach etwas, das schnell reguliert.

00:08:12: Und Essen ist einfach immer verfügbar.

00:08:14: Es ist bequem.

00:08:14: Du musst nicht viel dafür tun.

00:08:16: Es ist verlässlich und emotional extrem aufgeladen.

00:08:20: Das Problem ist also nicht das Essen, sondern dass es oft der einzige Ort ist, an dem dein System einfach mal kurz durchatmen kann und darf.

00:08:31: Und was ja der erste Impuls oder auch der Gedanke ist, den ich auch von mir kenne, den man da oft hat.

00:08:39: Shit.

00:08:40: Ich muss mich wohl einfach mehr zusammenreißen.

00:08:42: Ich muss doch disziplinierter sein.

00:08:44: Auch diese Gedanken dann, die da kommen, okay, morgen, morgen esse ich dann vielleicht dafür einfach gar nichts oder nur Salat, um das wieder auszugleichen oder ich treibe eine extra Runde Sport, um mich wieder besser zu fühlen.

00:08:56: Aber ganz ehrlich, und das war ich aus meinen eigenen Erfahrungen, emotionales Essen verschwindet nicht einfach.

00:09:03: Und schon gar nicht, wenn du versuchst, es zu unterdrücken, zu kontrollieren oder zu verbieten.

00:09:08: Im Gegenteil, es wird eigentlich erst dann leiser und ruhiger, wenn du verstehst, warum es da ist.

00:09:16: Denn oft geht es eben gar nicht um Essen.

00:09:19: Es geht um zu wenig Raum für dich, zu wenig echte Pausen, zu wenig Kontakt, Verbindung zu dir oder auch zu viel aushalten, zu viel tragen, zu oft eigene Grenzen überschreiten lassen und einfach zu wenig Selbstverbindung, zu wenig innere Sicherheit.

00:09:38: Und Essen wird dann zu der einzigen Pause, zu der einzigen Auszeit, zu dem einzigen Anker, die dein System sich in dem Moment noch erlaubt.

00:09:48: Und der eigentlich Aha-Moment sozusagen ist eben an der Stelle.

00:09:55: nicht, dass dein Körper gegen dich ist, also ist von Essen, dein Körper sowieso nie gegen dich, das sage ich ja auch immer wieder, aber auch in der Hinsicht, er ist.

00:10:09: für dich.

00:10:10: Mit den Mitteln, die er einfach kennt.

00:10:12: Und solange Essen die einzige Form von Entlastung ist, wird dein System immer wieder darauf zurückgreifen.

00:10:18: Die Frage ist also nicht, wie höre ich damit auf, wie kann ich mich noch besser zusammenreißen, sondern was fehlt mir gerade so sehr, dass Essen es ersetzen muss.

00:10:31: Und heute möchte ich dir deswegen auch keine Reflexionsfragen mit an die Hand geben, sondern eine Art Zwischenraum.

00:10:40: Wenn du nämlich das nächste Mal merkst, dass du wieder das Verlangen nach Essen hast, obwohl du keinen Hunger hast, dann tu eine Sache vorher, nicht danach.

00:10:51: und es muss auch nicht perfekt sein, aber bleib einmal kurz stehen oder sitzen, einmal kurz innehalten, leg die Hand auf dein Bauch oder deine Brust und atme einmal länger aus als ein.

00:11:09: Und versucht dann in dem Moment auch wirklich dich mal auf deinen Atem zu konzentrieren.

00:11:13: Spür wie sich dein Brustkorb oder dein Bauch hebt und wieder absenkt.

00:11:18: Und macht es auch paar Mal.

00:11:20: Und immer etwas länger ausatmen, als einatmen, um den Parasympathikus zu stimulieren.

00:11:28: Und hier geht es nicht darum, dich einfach zu kontrollieren, sondern es geht darum, wieder Kontakt aufzunehmen.

00:11:34: Und dann fragt dich nur... Eine Sache im Inneren, was in mir will gerade beruhigt werden.

00:11:42: Was ist da gerade, was ich vielleicht wegschiebe, was ich nicht hören will oder einfach drüberhin weg funktioniere?

00:11:51: Und da geht es auch nicht darum, das direkt lösen zu müssen.

00:11:53: Es geht nicht darum, das zu bewerten, sondern einfach nur wahrnehmen, reinspüren, dich mit dir selbst in diesem Moment mal wieder verbinden.

00:12:01: Mit deinem Körper, nicht mit deinem Kopf.

00:12:04: Und manchmal ist Essen vielleicht trotzdem die Antwort.

00:12:08: Aber du wirst sicherlich auch manchmal merken, ich brauche gerade eigentlich etwas ganz anderes.

00:12:16: Und beides ist okay, es ist kein Trainingsprogramm, was wir hier machen, sondern das ist Beziehung.

00:12:21: Beziehung zu dir selbst.

00:12:25: Und emotionales Essen sagt eben nichts darüber, wie diszipliniert du bist.

00:12:29: Es sagt nichts darüber, dass du schwach bist.

00:12:32: Es sagt viel mehr etwas darüber, wie viel du trägst.

00:12:36: Und dass es vielleicht einfach zu viel ist.

00:12:38: und zu viel war lange Zeit.

00:12:40: Und der Weg raus ist deswegen auch nicht noch mehr Kontrolle, sondern mehr Ehrlichkeit mit dir selbst.

00:12:47: Mehr Hinschauen.

00:12:49: Und wenn du beim Zuhören gemerkt hast, okay, das ist definitiv... Definitiv tiefer als nur ein S-Verhalten oder Disziplin, dann weißt du auch, hier geht es nicht um das Essen, sondern hier geht es um Verbindung.

00:13:03: Und genau da setze ich auch an.

00:13:04: Nicht mit Verboten, nicht mit Plänen, sondern wirklich mit echter innere Arbeit.

00:13:09: Und wenn du da auch gerne tiefer einsteigen möchtest, melde dich gerne jederzeit bei mir.

00:13:16: Und... So oder so, vielen vielen Dank, dass du heute wieder hier warst.

00:13:22: Dass du dir die Zeit für dich genommen hast und auch den Mut solchen Themen entgegenzutreten, hinzuschauen.

00:13:32: Und wenn du auch jemanden kennst, bei dem du weißt, dieses Thema ist vielleicht auch sehr präsent.

00:13:38: Teil auch gerne die Folge mit ihr oder mit ihm.

00:13:43: Und ansonsten, da das jetzt die letzte Folge vor Weihnachten war, wünsche ich dir eine wunderschöne, besinnliche Zeit mit deinem Liebsten, mit dir und hoffentlich mit viel Zeit zum Durchatmen, zum Runterkommen.

00:13:57: Merry, Merry Christmas, ihr Lieben.

00:14:00: Von Herz zu Herz, deine Leonie.

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